Energiemanagement

Das Energiemanagement ist aus historischen Gründen vielfach ein „Stiefkind“ der kommunalen Verwaltungen. Es ist erst aufgekommen, nachdem bereits gewachsene Strukturen und Abläufe in der Liegenschaftsunterhaltung etabliert waren. So wurde dieser Aufgabenbereich oft einer Abteilung oder einer/m Mitarbeiter/in zugewiesen, die das Thema „nebenher“ mit bearbeiten sollte.

Das Energiemanagement ist ein komplexes und in vielerlei Hinsicht attraktives Thema, da in diesem Bereich (die einzigen) Investitionen getätigt werden, die ihrerseits „Einnahmen“ generieren – die eingesparten Energieverbrauchskosten können in andere Bereichen investiert werden.

Beim Aufbau eines Energiemanagements sind viele Aspekte zu beachten:

  • Wie, wann und an welcher Stelle können Energieeffizienzbetrachtungen in die Sanierungs- und Neubauplanung in kommunalen Liegenschaften eingebunden werden? Es geht immerhin um Einsparpotenziale von bis zu 40%.
  • Wie kann Einfluss auf das Nutzerverhalten in Schulen, Kitas, Sporthallen, Asylbewerberunterkünften, Rathäusern und anderen kommunalen Liegenschaften genommen werden? Das Einsparpotenzial beträgt 5-15%!
  • Mit welcher Software kann das Energieverbrauchs-Controlling bestmöglich erfolgen? Die Gewinne durch Energieeffizienz sollen schließlich dauerhaft bestehen bleiben.
  • Wie können alle am Energiemanagement Beteiligten (und das sind viele) informiert und motiviert werden?
  • Wie können Sie mit Hilfe von Fördermitteln Klimaschutz- und Sanierungsmanager/innen einstellen?
  • Werden alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft?
  • Sollen energierelevante Aspekte in die Bauleitplanung und als Richtlinien für die Gebäudesanierung aufgenommen werden?
  • Und nicht zuletzt: Wie können die politischen Vertreter/innen und Gremien sinnvoll eingebunden und insbesondere in der Haushaltsplanung beraten werden?

Diese Aufgaben können nicht „nebenher“ erledigt werden. Wenn Sie das Potenzial eines funktionierenden Energiemanagements für Ihre Kommune erkennen, berate ich Sie gern, was beim effizienten Aufbau oder der Optimierung Ihres bestehenden Energiemangements zu beachten ist und wie Sie eine Förderung für eine Arbeitsstelle für Klimaschutzmanagement beantragen.

Entscheidend für den Erfolg ist ein Umdenken in der wirtschaftlichen Betrachtungsweise: Die Vollkosten einer Investition in diesem Bereich besteht aus Finanzierungskosten (Investition), Betriebskosten und Energieverbrauchskosten. Bis vor einigen Jahren war der wesentliche Faktor die Höhe der Investition. Man fragte sich: Habe ich das Geld oder nicht? Heute ist die Situation eine andere – die Energieverbrauchskosten bilden zum einen den größten Faktor und die Energiepreisentwicklung ist nicht vorhersehbar. Zukünftig könnte eine Frage bezüglich der kommunalen Liegenschaften lauten, ob sie noch angesichts der hohen Energiekosten betrieben werden können. Heute sollten Investitionsentscheidungen danach getroffen werden, ob die Gewinne durch Energieeffizienz die Finanzierungskosten innerhalb des Lebenszyklus aufwiegen. Damit federn Sie das Risiko steigender Energiepreise ab, reduzieren die CO2-Emission und sichern den langfristigen Betrieb für nachkommende Generationen.

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